Meine Metronom-Lokomotive war mir doch digital etwas zu spartanisch ausgestattet. Die vorhandene Schnittstelle nach NEM 652 lässt natürlich auch nicht besonders viel zu. Deshalb habe ich mich entschieden, zum ersten Mal eine Tauschplatine von AMW Hübsch einzusetzen: die "UniversalPlux_V für LED und/oder Glühlampen".

Zunächst mussten die Anschlüsse auf der Original-Platine identifiziert werden. So sieht die Anschlussbelegung aus:

platine

Bei der Wahl der Kabelfarben hat Roco ziemlich viel Phantasie bewiesen. Vorne und hinten gibt es jeweils zwei Dreifachlitzen zur Lichtplatine und eine Doppellitze zur Fahrzielanzeige. Dabei sind das weiße, das braune und das rote Kabel mit U+ des Decoders zu verbinden. Mit den übrigen Kablen lassen sich alle Dioden einzeln schalten.

Der mechanische Einbau der Tauschplatine gestaltete sich sehr einfach. Es mussten lediglich die Befestigungslöcher z. T. etwas aufgebohrt werden (bis 3,2 mm), da sonst nicht alle 4 Schrauben passten. Der Platz über und unter der Platine ist sehr knapp bemessen. Damit es keine Kurzschlüsse zwischen der Platine und dem Lokgehäuse bzw. dem Motor geben kann, habe ich 0,5 mm dicke Isolierscheiben unter die Platine gelegt, das Kontaktblech für die Dachstromabnehmer entfernt und unter die PluX-Buchse Isolierband geklebt.

Die neue Platine lässt sich leicht beschalten, wobei man zunächst die Fahnen für die Motorkontakte einlöten muss.

platine neu

Die Kabel für Schleifer und Radschleifer werden wie folgt verlötet, wobei die Lötpads praktisch an der gleichen Stelle liegen, wie auf der Original-Platine..

Kabelfarbe Anschluss Lötpad
schwarz  Schleifer TRRV
 schwarz  Radschleifer vorne TRLV
schwarz Radschleifer hinten TLH

 Für die Lichtplatinen habe das folgende Anschlussschema gewählt, wobei die Platine teilweise auch andere Variationen erlaubt:

 Kabelfarbe  Anschluss  Lötpad vorne PluX Lötpad hinten PluX
 braun  LED-Anoden Spitzensignal (weiß) und Schlussignal (rot)  +V  V+ +H  V+
 rot  LED-Anode Fernlicht   +V  V+ +H  V+
 orange  LED-Kathode Fernlicht   FV  AUX3  FH  AUX4
gelb LED-Kathode Schlussignal (rot)  RV  AUX1  RH  AUX2
grün  LED-Kathode Spitzensignal unten (weiß)  WV  F0f  WH  F0r
blau   LED-Kathode Spitzensignal oben (weiß)  OV  F0f  OH  F0r

 Die Platine führt auch die Anschlüsse AUX5, AUX6 und AUX7 auf Lötpads. Hier können aber keine LED direkt angeschlossen werden. es müssen Vorwiderstände vorgeschaltet werden oder, wie ich es bevorzuge, Konstantstromquellen. Dazu habe ich auf die Rückseite der Platinen für die Zugzielanzeige KSQ1-Platinen geklebt (2 mA):

 Zugzielplatine

An die Kathode der LED mussten ohnehin längere Kabel angelötet werden, so dass ich gleich andere Kabelfarben gewählt habe. Die Schaltung sieht dann so aus:

Zugzielschaltung

Das Anschlussschema ist dann:

Kabelfarbe Anschluss Lötpad vorne PluX Lötpad hinten PluX
 weiß  LED-Anode Zugziel   +V  V+  +H  V+
blau/orange , blau/gelb  LED-Kathode Zugziel  A5  AUX5  A6  AUX6

 Als Puffer habe ich eine Ladeschaltung angeschlossen. Dafür sind die Lötpads C+ und C- vorgesehen. Ausßerdem muss eine Lötbrücke gesetzt werden, mit der C+ - wie bei mir - an V+ des Decoders angeschlossen wird oder an einen eigenen Ausgang des Decoders:

 Puffer  Das blaue Kabel für die Ladeschaltung ist an C+ angeschlossen, das graue an C-. Das schwarze Kabel ist V+ für die Führerstandsbeleuchtungen und bildet gleichzeitig die Lötbrücke für die Pufferschaltung.

Die Ladeschaltung habe ich in den Batteriekasten verlegt, in dem auch der ursprüngliche Decoder platziert war.

Und Führerstandsbeleuchtungen sollten nun auch her. Eine Anbringung an der Decke ist wohl nur schwer möglich, weil dort der Lichtleiter für die Zugzielanzeige sitzt. Also habe ich in die Rückseite der Führerstände ein 2 mm Loch gebohrt, ein kurzes Stück Lichtleiter eingeklebt und eine fertige Führerstandsbeleuchtung (inkl. Vorwiderstand) von hinten vor den Lichtleiter geklebt:

 fstand3 www fstand2 WWW   fstand4 www